Infrarotsauna das Gleiche wie Infrarotkabine?

Wie so oft kommt es auf die Sichtweise an: Wer den Effekt und die grundsätzliche Wirkung einer Infrarotsauna oder Infrarotkabine anspricht, meint dasselbe. Nimmt man aber Bezug auf die unterschiedlichen Details oder Eigenschaften, ist dies zu verneinen.

Infrarotsauna

De Rosep Infrared Sauna – Bestimmte Rechte vorbehalten von Alesa Dam (Flickr)

Effekt und Wirkungsweise auf den Körper

Ob Infrarotsauna oder Infrarotkabine – beide bringen den Körper ins Schwitzen, erstere sogar ordentlich. Wer ohne den nostalgischen Charakter des Holzofens auskommen kann, ist mit einer Infrarotkabine genauso gut bedient. Die gelegentlich verwendete Bezeichnung „Infrarotsauna“ ist dabei etwas irreführend – gemeint ist eine Infrarotkabine, welche den Vorgang mit Hilfe von Infrarot-Strahlen in Gang setzt.

Ob der Unterschied nun gut oder schlecht ist, kann nur individuell beantwortet werden: Der Ofen in einer Sauna kann den Kreislauf belasten – und das ziemlich stark. Eine Überforderung für den Körper kann bei überhaupt empfindlichen Personengruppen stattfinden oder aber auch an der jeweiligen Tagesverfassung liegen. Die Wärmekabine mit Infrarot wirkt nur maximal 50 Grad Celsius auf den Körper ein. Dabei findet keinerlei Belastung statt.

Unterschiede beim Schwitzen

Vorab: Keine Angst vor Infrarot-Strahlen! Es handelt sich um natürliche Vorgänge, die sogar einen Vergleich mit den Sonnenstrahlen erlauben: Die Erwärmung kommt von innen, Strahlen dringen in den Körper ein. Mit der Durchblutung findet ein Verteilen im Organismus statt. Das wirkt sich entspannend auf die Muskulatur aus – eine positive Begleiterscheinung, die man nicht unterschätzen sollte. Verspannte Muskulatur kann bekannterweise ernste Folgen nach sich ziehen, wenn dem nicht gegensteuert. Bei der Holzofen- Sauna fühlt sich der Ablauf spürbar anders an: Die Raumluft selber muss ziemlich stark erhöht werden und erwärmt den Körper von außen. Die Erhitzung dringt erst durch die Hautoberfläche ein.

Der Unterschied ist auch bei den Temperaturen ersichtlich hoch: Der konventionelle Aufguss in der Sauna schafft eine Hitze von bis zu 110 Grad, erst ab etwa 70 Grad Celsius wird der Saunagang zur sinnvollen Alternative. Die Haut wird dabei aber von Schadstoffen gereinigt. Auch hier tritt eine Stärkung des Kreislaufs ein: Dies bedarf aber einem Wechsel zwischen Kälte und Wärme. Mehrere Aufgüsse sind damit erforderlich. Genau diese unterschiedliche Art und Weise und der damit erhöhte Zeitaufwand sind jene Faktoren, die den Unterschied zwischen Infrarotkabinen und Saunieren ausmachen. Regelmäßig betrieben kann man durchaus von einer Stärkung des Immunsystems sprechen.

Die „richtige“ Entscheidung für eine Infrarotsauna oder Infrarotkabine

Die Entscheidung zwischen beiden Wellness-Oasen ist freilich in langfristiger Hinsicht zu treffen. Auf jeden Fall sollte sich ein potentieller Käufer gewisse Erfahrungswerte verschaffen, es gibt zahlreiche Möglichkeiten zur unverbindlichen Inanspruchnahme beider Leistungen. Kommt man für sich zum Schluss, dass romantische Zweisamkeit oder gesellige Gruppen das Wohlbefinden dabei erhöhen, ist wohl dem traditionellen Saunagang der Vorzug zu geben.

Wer effektiv den Ablauf in einen vielleicht ohnehin schon gestressten Alltag integrieren möchte, ist gewiss mit der Anschaffung einer Infrarotkabine besser bedient. Natürlich wirken sich die verschiedenen Wirkungsweisen auch auf die technischen Voraussetzungen aus: der Verbrauch bei der Infrarotkabine hat hier die Nase eindeutig vorne. Der Betrieb kostet nicht mehr als jener eines handelsüblichen Staubsaugers. Bei der Sauna muss man immerhin mit ein paar Euro mehr rechnen, immerhin dauert der Genuss auch zeitlich länger an.

 

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